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Freitag, 12. September 2014

Juden haben damit nichts zu tun

Das Verhältnis zu Juden hat mit Israelkritik nichts zu tun.
Das Verhältnis zu Juden hat mit Israelhaß nichts zu tun.
Das Verhältnis zu Juden hat mit Israel-Boykottaufrufen nichts zu tun.
Das Verhältnis zu Juden hat mit Hamas-Verstehen nichts zu tun.
Das Verhältnis zu Juden hat mit dem Schweigen zu arabischen Verbrechen nichts zu tun.
Das Verhältnis zu Juden hat mit Juden nichts zu tun.
***
Judenhaß ist eine massive hochaktuelle Realität in der Welt.
Judenhaß ist eine massive hochaktuelle Realität in Deutschland.

Juden haben damit nichts zu tun.

Donnerstag, 11. September 2014

Terror? fördern!

Herr Stegner, SPD-Frontmann, ist natürlich gegen Antisemitismus auf Antiisraeldemos. Das sagt er so, im Juli.
Herr Stegner will Israel aber keine Waffen mehr liefern. Das sagt er so, im September.
Genauso, wie er sagt: USA ist schuld, daß es ISIS gibt. (Israel ist schuld, daß es Hamas gibt?)
Herr Stegner will plötzlich am Sonntag auf der Berliner Demo (gemeinsam mit IsraelisteinApartheidStaat-Gabriel) gegen Judenhaß sprechen!

Aber ja, "Hamas, Hamas, Juden ins Gas", das ist ihm zu unfein. Er hätte es lieber, gentleman like die Hamas zu unterstützen, ansonsten nichts laut gegen Juden zu sagen. (Nicht wie die Nahost-Experten!) Taten reichen als Sprache.

Herr Stegner weiß natürlich, wer die Hamas ist, was sie will. Er würde sie auch nie direkt unterstützen. Er will nur verhindern, daß Deutschland Israel hilft, daß Israel gegen Hamas, Hisbollah, Iran und ISIS am Leben bleibt...

... abgesehen von den Geldern, die routinemäßig seit langem von Deutschland/EU an die Terrorfestung Gaza gehen: für die Gehälter der Hamas-Beamten, für dortige judenhassende Bildung, für spezielle Infrastruktur (-> Terrortunnelbau), den Wiederaufbau (nur den in Gaza, nicht in Israel).
Noch im Krieg, es war August, ließ Deutschland Gaza (Hamas) 8,5 Millionen Euro zukommen. Gleichzeitig sagte Deutschland Gaza weitere 20 Euro-Millionen zu. Genauso viel wie für den ganzen Irak.
USA sagten Gaza 900 Millionen $ für Wiederaufbau zu. Darüber hinaus 49 Millionen $ für humanitäre Hilfe. Weltbank gab 13 Millionen. Missio Aachen 50.000 Euro. Ronaldo und Özil geben Millionen. UNRWA(Hamas) fordert da mehr: noch 295 Millionen $. (Schaut jemand nach den Geldern? Erst kürzlich verschwanden bei Abbas 1 Milliarde $. Ungeklärt.)

Israel bekam im August 2014 wenige Tausend zweckgebundene Euro aus deutscher Regierungshand.
Taten reichen als Sprache.  (Immerhin werden über das Jahr noch alte Rüstungsgeschäfte auf Gegenseitigkeit abgewickelt und kommt das U-Boot noch hin! Gegen Herrn Stegners Willen.)

Ja, - was treibt den Herrn Stegner vor das Brandenburger Tor?

Sonntag, 7. September 2014

Diese Suppe schmeckt mir nicht!

Diese Suppe eß ich nicht! Jene Suppe auch nicht. Die übernächste erst recht nicht! Uhhhhhhh....So klingen Kinder und Zeitgenossen, denen nichts recht ist, wirklich gar nichts. Sie wollen nicht.

Eines haben sie immerhin: daß man sich pausenlos um sie kümmert. Vielleicht wollen sie deshalb keine gute Suppe? Heute nicht und morgen auch nicht? Tausend Angebote - alle ausgeschlagen? Zu hören ist: Nein! Njet! - Los, komm her, mach was für mich! kümmere Dich! Und wehe Dir! Nur um mich!!! - Je ungebärdiger, um so verlangender. Je wütender, um so anspruchsvoller.

Araber in Palästina hatten Zeit, Land, Hilfe in Hülle und Fülle. Tolle Angebote der UNO, Unterstützung aus aller Welt, auf der ganzen Linie, Super-Verhandlungspakete von Barak, Olmert&Co., ganz Gaza direkt mit allem Drum und Dran von Scharon. Aber nein! Keine Lösung! Bitte! Um Himmels Willen!

Nun hat sich selbst Ägypten vertan. Auch Ägypten wollte etwas Gutes tun, den Geplagten den großen Ausweg schenken. Richtig viel ägyptischen Sinai! Land, Küste, Meer! Alles nur für Palästinenser! Geschenkt! Alle würden kommen und helfen! Das ewige Geldgeben hätte endlich mal Sinn! Blühende Landschaften, Häfen, Heimstätte, Platz für Millionen! Kein "Flüchtlingsdasein" mehr! Das Paradies aller Palästinenser! Jedenfalls könnte man mit der Zeit eines daraus bauen.
Überlegt man noch lange?
  ->Nein! Nein! Nein! Abgelehnt! Sofort, ohne Bedenkzeit.

Was wollen sie? 100%. Und mehr. Nicht Frieden mit Israel, sondern ganz Israel.

-> Nachtrag: Hierzu auch  Ulrich Sahm

Beendet?

Die von Berliner Regierungskreisen zu Israels Ärger so früh begrüßte Versöhnung und Wiedervereinigung der Palästinenser - Hamas und Fatah - ist heute in Kairo durch Abbas als nahezu beendet erklärt worden. Wie kann das sein?
Einerseits wehrt sich Abbas gegen die "Schattenregierung" der Hamas in Gaza. In Gaza hat Abbas nämlich nach wie vor kein Wort mitzureden. Nicht einmal über Krieg oder Frieden hat Abbas da etwas zu sagen. Aber es gibt noch eine zweite Sache:
861 Fatah-Männer seien in diesem Krieg in Gaza getötet worden, sagt Abbas. Wodurch, durch wen? das sagt Abbas nicht.
Außerdem hat Hamas 120 Jugendliche erschossen, weil diese angeblich Hausarrest-Auflagen (gegen Fatah-Leute) verletzten.
Abgesehen von den 38 Fatah-Männern, die Hamas öffentlich nach dem Freitagsgebet erschoss.
Abgesehen von den unzähligen Gaza-Tunnelbauern, die von Hamas erschossen wurden.
Abgesehen von den 160 Gaza-Kindern, die unmittelbar beim Hamas-Tunnelbau getötet wurden.
Abgesehen von den Granaten und Raketen, die Hamas auf die eigene Bevölkerung schoss.

Ein dritter Punkt: Hamas hat - für die Entführung der drei jüdischen Teenager verantwortlich - Abbas hierüber belogen.
Ach, und noch viertens: Hamas wollte Abbas stürzen. - Was allein Israel verhindert hat.

So sieht Versöhnung aus.


Samstag, 6. September 2014

Israels Verbrechen

Eine Übersetzung des Offenen Briefes von Daniels Eltern an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon wurde u.a. von der Juedischen veröffentlicht und ist hier unter "Was noch zu sagen wäre" eingestellt.

Nachtrag: Hier eine Art Antwort von Ban Ki-Moon.

Donnerstag, 4. September 2014

Die guten Terroristen

Das guten Terroristen, das sind die, deren Waffen und Hinterhalte und Brutalitäten nicht weiter schlimm sind, deren Untaten man nicht weiter betonen muß: Hamas.
Europa, USA, UNO, Iran, Syrien, Katar, Türkei - in schöner Eintracht - wir halten sie am Leben. Wir haben die Terroristen bezahlt und bezahlen weiterhin. Wir bezahlen das Dasein ihrer Untertanen. Direkt oder indirekt die Waffen der Kämpfer. Die Ausbildung. Die Propaganda. Ihre Gehälter. (Hamas=Beamte plus UNRWA=Hamas). Ihre Häuser. Ihre Kliniken. Die zivile Infrastruktur. Vor allem aber die Infrastruktur ihres Krieges.
Wie billig.
Obendrein gibt es frei Haus massive propagandistische Unterstützung, in allen internationalen Gremien, Organisationen, auf allen Kontinenten, in allen Medien, auf allen politischen Ebenen.
Bis hin in die deutsche Regierungsspitze. Sogar, wenn jetzt (weil auch arabische Staaten dafür sind) eine Hamas-Schwächung zur Debatte steht - wie ernsthaft ist dies? Wie realistisch? Hamas ist nicht vernichtet, nicht entwaffnet, nicht delegitimiert. Hamas steht derzeit haushoch in der Gunst der Palästinenser. Fatah soll Gaza kontrollieren? Fatah, die sich rühmt, in diesem Krieg mit gegen Israel gekämpft zu haben? Fatah, die ihrerseits bis heute von Hamas bekriegt wird und 2007 gegen Hamas verloren hat? Oder die UNO? Die als UNRWA personell und auch inhaltlich weitgehend identisch mit Hamas ist? Deren Menschenrechtsrat und Vollversammlung ganz Partei ist? Die in ihren 'militärischen' Kreationen die Bedrohten an jeder Grenze bisher voll im Stich gelassen hat?
Aber an wen auch die Macht übergehen soll (falls Hamas Macht abgibt) - die Berechtigung der terroristischen Zielrichtung wird von außen ja keineswegs infrage gestellt!

Warum ist das hier so? Und bei allen anderen doch ganz anders? Einfach: Diese Terroristen haben sich das richtige Zielobjekt ausgesucht. Dieses Zielobjekt ist auch der internationalen Gemeinschaft jede Anstrengung wert. Es wird einhellig wie sonst gar nichts und gar niemand kritisiert, ermahnt, bedroht, unter Druck gesetzt. Jederzeit: Israel.

Eben dieses Zielobjekt jedoch ist es, dieser Gegner ist es, der noch während des Kampfes die Opfer der Terroristen medizinisch versorgt. Der noch während des Kampfes sich um Strom und Wasser des Terroristenreiches kümmert. Der noch im schärfsten Kampf versucht, jeden als Zivilisten Erkennbaren innerhalb des Terrorreiches zu schützen.

Die Terroristen selber? Sie lieben den Tod, darauf sind sie stolz. Sie lieben auch den Tod der anderen. Sie schützen ihre Leute nicht. Sie bauen ihnen keinen Schutz. Und sie gewähren keinen Schutz in ihren Tunnels. Menschen sind ihnen nur Mittel zum Zweck. Die werden gebraucht. Verbraucht. Ermordet, wenn man sie nicht mehr braucht (wie die Tunnelbauer), wenn man sie verdächtigt (wie die Fatahleute), wenn sie einen kritischen Blick zu haben scheinen (die sog. Demonstranten).
Die Terroristen werfen Menschen dem Tod zum Fraß vor.

Und die Weltgemeinschaft, die UNO unterstützen sie trotzdem, großzügig, ohne Gegenleistung - die guten Terroristen.

Nachtrag: Wiederaufrüstung unter den Augen der Welt.
(Sonstige relevante Belege, Verweise, Hintergundartikel zu diesem Text finden sich zahlreich weiter vorn in diesem blog.)

Sonntag, 31. August 2014

Zahlensieg

Über diesen Krieg:

Es sind nur 72 Tote auf Israels Seite, davon 65 Soldaten! Nur 842 verwundete Israelis! Nur sieben tote Zivilisten! in Israel ...nur 36 Verwundete bei den Zionisten! 
--- ->dann müssen die Palästinenser (>2000 Tote) im Recht sein.

Niemand sagt, was das für 2000 Tote sind.
Wo die Uniformen waren.
Warum das Kind starb, das der Mann im Haus vor sich hielt.
Warum die Schule voller Flüchtlinge einen Tunnel im Keller, Waffen im Hof, eine Abschußrampe hinter der Mauer hatte.
Warum das Krankenhaus, aus dem gefeuert wurde, Bunker für Führer öffnete, aber für sonst niemanden.

Im Gehirn bleiben die toten Kinder von Gaza.
Es bleibt nicht die Frage: Warum?
Die Frage gab es nicht.
Sie kam in den Trümmerbildern nicht vor.
So siegt die blind urteilende Seite.
Es siegt:
Die mit dem Stern hätten nicht schießen dürfen.

Und der Haß aller schießt nun auf die, die die Menschen mit aller Kraft schützten - Leben schützten, auf beiden Seiten.
Dieser Haß ist die Ernte derer, die die Frage Warum in ihren Bildern nicht stellten.

Mittwoch, 27. August 2014

Handeln

Während man in Gaza feiert, werden in Israel Felder bestellt, Schäden repariert, das neue Schuljahr vorbereitet. Doch hält dieser Waffenstillstand? Leute von der Grenze zu Gaza trauen der Sache nicht. Haben sie nun Sicherheit? Sicherheit, die sie seit 14 langen Jahre vermissen!
Ihre Kraftreserven sind groß, müssen aber auch genährt werden. Wie soll man den Schock der vergangenen Wochen überwinden? - die Entdeckung der Terrortunnel direkt vor der Haustür, unablässiges Granatfeuer, Tote, Verwundete, Zerstörungen an Häusern, Viehställen, Fabriken, die lange Schlaflosigkeit... Kommt jetzt Frieden? Trügerische Aussichten kann niemand brauchen. Man braucht Gewißheit, daß Hamas gezwungen ist, Frieden zu halten.
Aber eben daran glaubt gerade niemand. Die aus dem Süden Geflohenen weigern sich zurückzukehren. Sie fordern, was Netanjahu selbst immer gefordert hat: Gaza muß vollständig demilitarisiert werden!

Andererseits: die Tunnel sind zerstört. Von 10.000 Raketen bleiben der Hamas 2000. Ägypten ist gegen Hamas verbündet, dazu ist Gaza nicht besetzt, Israel kann seine Kräfte schonen.

Überzeugt die Regierung ihre Bürger noch? Dann muß sie in Kairo die nötige Sicherheit erhandeln.
Womit aber wird sie sie erkaufen? Und wird irgendjemand in der Welt Israel wirklich unterstützen?
Wann je?

Dienstag, 26. August 2014

Wir werden sehen

Israel heute: Über 100 Gaza-Raketen auf Eshkol, Hunderte über dem Land (insgesamt nun 4564), in der letzten Stunde vor der Ruhe zwei Tote: Ze'ev Etzion, der Kibbutz-Sicherheitschef (55) im Kibbutz Nirim und Shahar Melamed (43), sein Vertreter. Diese beiden (und ein Schwerverletzter) werden getroffen, als sie einen Arbeitertrupp bei der Reparatur des Stromnetzes schützen und kein Bunker in der Nähe ist. Vier Schwerverletzte in Eshkol. Dutzende Verletzte in Ashdod, darunter sechs kleine Kinder, in Ashdod auch ein Kindergarten, der teilweise zerstört wird. Israel kämpft, nach seinem alten Motto: "Wir haben keine Wahl."
Am Abend in Kairo ein Waffenstillstandsabkommen, das 12. in diesem achtwöchigen Krieg, von dem niemand weiß, wie lange es halten wird. Bisher hat Hamas alle gebrochen.
Gebrochen ist auch viel Vertrauen, sind viele Menschen, auf beiden Seiten.
Wir werden sehen.

In Gaza feiern die Araber ausgelassen ihren Sieg über Israel. In aller Welt feiern sie. Iran gratuliert.

Wir erinnern uns noch, an die Feiern der Freude über die Entführung, dann die Feiern aus Freude über die Ermordung der drei jüdischen Schüler. Vor acht Wochen. In Gaza.

Und das neue Ziel haben die Gaza-Araber heute auch schon ausgerufen: Nächstes Mal -Jerusalem!

Sonntag, 24. August 2014

So sieht es aus

Okay, so sieht es aus, wenn Hamas Juden trifft:
Heute Nachmittag, am Grenzübergang Erez, wollen Israelis verletzte und erkrankte Gaza-Araber in Empfang nehmen, um sie wie üblich zur medizinischen Behandlung nach Israel einreisen zu lassen. Arabisch-beduinische Taxifahrer und ein Verwandter aus Ost-Jerusalem warten und fahren dann in den Grenzübergang hinein, um den Transfer zu übernehmen: Da feuert die Hamas. Feuert. Die Fahrer rennen in die Bunker. Sie werden trotzdem schwer verletzt. Israelische Sanitäter retten sie, einer der israelischen Araber wird sofort operiert, der andere später, der dritte mit Brüchen behandelt.
Was ist nun mit der jungen Krebspatientin aus Gaza, die ins Jerusalemer Spital muß?
Sie kommt da hin.
Hamas feuert hinterher.
So sieht es aus, wenn Hamas Juden trifft.

Freitag, 22. August 2014

Populär

Der offene Brief der Nahostexperten an die Bundeskanzlerin, mit der dringenden Aufforderung, endlich Israel zugunsten von Hamas fallen zu lassen, entspricht den aktuellen Forderungen auf Deutschlands Straßen. Und ist doch eine Nachricht aus Absurdestan.

Aber die Welt ist wirklich.
Nachdem die Herrscher der Gaza-Palästinenser (Hamas) in der vergangenen Nacht erneut 18 vermeintliche Kollaborateure (und seitdem am laufen Band weitere, bis Samstag 25) hinrichteten. Nachdem sie schon vor einem Jahr die Errichtung des Islamischen Kalifats in Palästina als Teil der weltweiten islamistischen Eroberung sowie die vollständige Auslöschung Israels versprachen. Nachdem sie kürzlich die Erbauer ihrer eigenen Terrortunnel erschossen, viele Abbas-Anhänger in Gaza mit Schüssen schwer verletzten und ungehaltene Bürger zu Dutzenden umbrachten. Nachdem sie innerhalb von sechs Wochen weit über 4000 Raketen auf Millionen israelischer Zivilisten abfeuerten. Nachdem sie verhinderten, daß die Gaza-Zivilbevölkerung, aus deren Schutz heraus sie feuern, irgendeinen Schutz erhält. Nachdem sie versuchten, Abbas im Westjordanland zu stürzen. Nachdem sie drei unschuldige israelische Schüler auf dem Heimweg kidnappten und ermordeten.

Nach alledem ist Hamas heute - populär. Der geborene Ansprechpartner!
Dem man waffenlos begegnen sollte.


-> Stellungnahme der DIG (Robbe)

Dienstag, 19. August 2014

Freies Feldfeuer

Ok. Waffenruhe gebrochen, Hamas feuert  - noch während die Verhandler in Kairo zusammensitzen - jetzt drei Raketen auf Beer'sheba, trifft sogenanntes FREIES FELD und Israel feuert, wie für den Fall angekündigt, zurück. (...wieder diese schöne Schlagzeile: Israel feuert trotz Waffenruhe zurück!)

Israel hatte sich also vorbereitet. Aber was wird geschehen?

Fast 100 Hamasleute mußte der israelische Geheimdienst gestern im Westjordanland verhaften - sie hatten den Putsch gegen Abbas, den Putsch in die Diktatur geplant, wie 2007 schon. Diesmal: Westjordanland, das Fatahland, das Abbasland  - soll auch ein zweites Gaza werden!
Abbas könnte Israel für ein paar Augenblicke dankbar sein.
Doch das hilft nicht, denn Abbas wußte sich schon vorher nicht gegen Hamas zu wehren, konnte aber ebensowenig Frieden mit Israel schließen.

Und Israel sorgt sich aktuell um einen verschwundenen jungen "Auslands"-Soldaten: seit zwei Tagen wird er vermißt. Der Albtraum: Haben die Terroristen ihn? Ein Faustpfand war ihr Ziel. (Nachtrag: David Menahem Gordon ist tot. Er wurde am 19.08. unweit seines Stützpunktes in Uniform, mit Waffe, bei Rischon LeZion gefunden.)

Wer soll all die Knoten lösen?

Das Ausland könnte endlich wirksam helfen -: indem es nichts anderes als eine durch und durch hamasfreie Zukunft der Palästinenser unterstützt. Und die Propaganda der Terroristen als solche einfach - auf freiem Feld hinter sich läßt.


-> Anmerkung zur aktuellen Lage der Hamas, 21.08.

Montag, 18. August 2014

Feueralarm

Wenn es an meine Ohren dringt, wirken die Worte wie Sirenen bei Feueralarm.
Kennt noch jemand Feueralarm, hier in Deutschland? Nein?
Vielleicht liegt es daran, an diesem Sichnichtmehrerinnern, daß sich nichts und niemand rührt. Wenn das geschieht.
Wenn es geschieht, und es geschieht ohne Unterlaß,
daß man auf unseren Straßen und Schulhöfen, in unseren Medien und Häusern
Juden mit Nazis vergleicht. Gaza als Ghetto bezeichnet, als Freiluftgefängnis oder gar als KZ.

Wer so etwas sagt, trifft ins Schwarze.
Ins Schwarze des Bösen - und sprüht Böses aus.

Es ist nicht Gedankenlosigkeit. Es ist nicht mangelnde Vorstellungskraft. Es ist nicht, wonach es klingt, pure Dummheit und grandiose Unbildung. Oder auch nur schiere Mißgunst.

Es ist böse. Es ist die Fortsetzung des Dritten Reiches mit anderen Mitteln.
Es ist reiner Judenhaß.
Täglich, mitten in Deutschland.

Und überall auf der Welt.

Ohne Gegenwehr.... ohne Gegenwehr.

Außer in Israel.

Nie wieder

In Israel: gerade noch vor Ende der Waffenruhe zwei Demonstrationen für Frieden.
Die erste, weit größere, am letzten Freitag für eine endgültige Herstellung von Sicherheit für Israelis wie für Palästinenser. Initiiert von den Menschen vor allem im Süden, die seit nun Jahrzehnten unter Raketenangriffen aus Gaza leben, Jugendlichen, die seit ihrer Geburt nichts anderes kennen.

Die zweite Demonstration, ebenfalls in Tel Aviv, am Sabbatende, einfach für Frieden für alle. Initiiert von den verbliebenen letzten linken Gruppen und Parteien, die sich noch einen Erfolg von Verhandlungen mit Palästinensern vorstellen können.
Viele Israelis gehören nicht mehr dazu. Es ist nicht lange her, da stand fast das ganze Volk hinter dieser Hoffnung!

Zerbrochen ist die Hoffnung nach und nach - durch palästinensischen Vertragsmißachtung, durch Intifada und durch Umwandlung des blühenden Gaza-Streifens in eine Horror-Hochburg.

Sogar die Hoffnung auf eine Zweistaatenlösung, eigentlich von fast allen Israelis geteilt, ist gesunken. Voraussetzung hierfür wäre eine absolute Sicherheitsgarantie. Wer aber, bitte, soll die geben?

Während heute also wohl in Israel, in Gaza, die Waffenruhe wieder in Krieg übergehen wird und Soldaten ins Feld ziehen, sitzen die europäischen Juden wie auf Kohlen. Verunsichert, geduckt.
Sie sind genau das, was die, die nach Israel kommen, nie wieder sein wollen: geduckte Juden.
Sie sind es aber hier - durch Deutsche, in Deutschland.
Als wäre 70 Jahre nicht gewesen.

Grund genug für Israel. Für Israel, Israel zu sein.
Das winzige Land dort unten. Einzige Zuflucht für Juden, für alle Juden der Welt.

Sonntag, 17. August 2014

Israelische Araber

Israelische Araber können sich mit Fatah und Hamas verbunden fühlen, für diese in Israel auf die Straße gehen, ihre Positionen in eigenen Parteien formulieren und damit im Parlament in Jerusalem vertreten sein.
Die Kinder dieser Araber können in Israel studieren und Karriere machen - und sind, wenn sie (wie die meisten von ihnen) nicht in der Armee (IDF) dienen, im Schnitt vier Jahre vor ihren jüdischen Altersgenossen fertig mit allem (drei Jahre Wehrdienst, ein-zwei Jahre Erholung).
Oder vier Jahre vor drusischen Altersgenossen aus Nordisrael, die alle in der IDF dienen.
Oder vier Jahre vor beduinischen Altersgenossen aus Nordisrael, die fast alle in der IDF dienen.
Oder vier Jahre vor den ersten israelisch-arabisch-christlichen Altersgenossen, die nun auch in der IDF dienen.

Es kann aber sein, daß diese israelischen Araber sich keineswegs mit Hamas und Fatah verbunden fühlen, sondern arabische Moslems oder Christen sind - die sich als Israelis sehen.
Von ihnen gibt es viele, viele Geschichten wie diese hier aus Ashkelon, wo ein israelischer Araber in einem jüdischen Krankenhaus während des Krieges als Arzt zusammen mit seinen jüdischen Kollegen gleichzeitig israelische Soldaten, verletzte Gaza-Bewohner und verwundete Hamas-Kämpfer versorgt.
Und alle vertrauen ihm.

Freitag, 15. August 2014

Und so sieht Haß aus

Hamas nutzt die Zeit und demonstriert, wie sie in Gaza Mittelstreckenraketen während der Waffenruhe baut. Diese Raketen werden Kinder, Frauen, Männer in Tel Aviv und Jerusalem treffen, unterschiedslos, einfach so. 
Das ist keine Interessenvertretung der eigenen Leute. Das ist purer Haß, ohne Ziel. Außer Judenvernichtung.



Während Israel weiter und weiter Gazas Bevölkerung mit Lebensnotwendigem versorgt.

Auf gute Nachbarschaft!



Israelis hassen nicht, aber sie verstehen auch nicht alle ihre Nachbarn.
Da jedermann auf dieser Welt solches Verständnis von Israel jedoch dringend erwartet, kann man ja die Probe aufs Exempel machen: Wie weit würden andere Völker solche Nachbarn verstehen?

Donnerstag, 14. August 2014

Wir Zuschauer



Wir Zuschauer wissen es.
Wir wissen es besser!

Boko Haram, ISIS, Al Quaida, Hamas, das ist schlecht, ganz schlecht.

Man muß etwas tun! Waffen aber sind verboten. Der Polizist muß ohne gehen. Der Soldat muß ohne gehen. Der zu seiner Ermordung Geschleppte muß ohne gehen.

Da sind wir ganz klar: Ohne Pazifismus - geht nichts.
Da können wir leider nichts machen. Nigeria, Afghanistan, Syrien, Irak, Israel.
Mit Waffen würde alles nur schlimmer!

Wer die Waffe hält und nicht Terrorist ist, kann nicht auf uns zählen.
Wer die Waffe gegen Terroristen hält, bekommt unsere Verachtung zu spüren.
Ja, es macht uns wütend!!
Es macht uns so wütend.
Da tun welche was. Das Richtige. Ohne uns.






Blockaden

Die Hamas fordert gemeinsam mit der arabischen Welt (ausgenommen Ägypten, eigentlich auch schon ausgenommen Saudi-Arabien, Jordanien), und gemeinsam mit EU und UNO, mit jedem aufrechten Deutschen: die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens. - Ist das eine Denkblockade?

2005 zieht Israel komplett aus Gaza ab, hinterläßt bewußt mehr als 5000 funktionierende Gewächshäuser, dazu Infrastruktur, Gebäudebestand etc.; die Grenzen nach Israel bleiben weitgehend offen. Israel gönnt es Gaza. Gönnt es den Arabern. Israel hofft. Gaza ist in der Pole-Position, Singapur am Mittelmeer zu werden.
Gaza entscheidet anders: Judenhaß vom Feinsten, Selbstmordattentäter, täglicher Terror, Hamas-Wahl (70%).
Israel schließt also die Grenze, versorgt die Terrorwähler aber weiter mit Strom, Wasser, Baumaterial, Lebensmitteln, Medikamenten etc., behandelt Tausende Gazaner, oft gratis, in israelischen Kliniken. Waffen, alles Übrige holen sich die Gazaner über Schmugglertunnel aus Ägypten, das seine Grenze (genau wie Israel) geschlossen hat. Und die Hamasiten, die über Terror und Tunnel befehlen - werden über die Jahre stinkreich.

Hamas: Uhhhh! Israel sperrt uns ein! Die Welt muß helfen, die böse Blockade zu brechen!

Die Welt hilft Hamas.
Die Welt schimpft mit Israel, eine Resolution jagt die nächste: Du Böser! Du ganz, ganz Böser! Wie kannst du so böse sein?
Die Welt vergißt zu sagen: Hamas?!?! Jetzt hörst du aber erst einmal auf mit dem Angstmachen, den Morden, Raketen, Entführungen und Tunneln! Laß Israel einfach in Ruhe! Dann wird er dir nichts tun. Nein, die Welt vergißt ja nicht wirklich. Sie will nur auch gern gegen Israel sein.

Der DGB blockiert offener. Er sagt: Wie bitte, du verstehst Israel?! Pfui über dich! Wir stehen hier auf Heiligem Deutschen Gedenkstätten-Boden! - Also, da kannst du als Israelversteher leider nicht bei uns sein.

****

Anmerkung: Die Welt dreht sich schneller, als sich der DGB (oder die deutsche Gesellschaft oder die deutsche Regierung) womöglich vorstellen können. Inzwischen sind auch arabische Länder nicht mehr unbedingt Unterstützer der Hamas. Sondern eher (vorsichtige) Unterstützer Israels.
Nur noch Hamas, Iran, Katar, Türkei bilden eine Front. Manche anderen sind inzwischen froh, daß es Israel als konsensorientierten, starken, verläßlichen Akteur gibt. Ein seltenes Phänomen in der Weltgegend.

Militant in Tel Aviv

Wir reden in Deutschland ja immer gern von Militanten.
Sind Sie schon mal einem begegnet?
Genau, das sind die, die immer in den Nachrichten vorkommen. Deren wahrer Name nicht genannt wird. Hm, eigentlich verstehen wir die. Irgendwie. Das sind doch engagierte, hartnäckige, mag sein ein wenig aufdringliche Aktivisten - oder nicht?
Raketen? Tunnel? -  Nun ja, was soll's. Solange es dabei keine Toten gibt?! Was sollen die auch anderes machen als Raketen schießen?

Militant hört sich in unserem Mund sehr nach mildem Murren an. Begegnet aber sind wir noch keinem Militanten. (Würden wir auch nicht wollen. Nicht für eine Sekunde.) Anders die Israelis.

Die Israelis wissen, was Militanz bedeutet. Deshalb demonstrieren sie heute Abend in Tel Aviv gegen Militanz. Die Israelis haben keine Geduld mehr mit den kleinen Militanten. Mit denen, die das weltoffene, demokratische, liberale Israel schon so lange als Geisel halten. Tag für Tag.
Die Israelis wollen endlich wieder frei sein. Sie fordern ein Ende! Ein Entmachten der Militanz. Militante sind Abgesandte einer lebensfeindlichen, tödlichen Ideologie, sie zerstören Menschen und Gesellschaften. Militanz gibt nie auf, den Freien zu zerstören.
Die linken und liberalen wie konservativen Israelis fordern heute einstimmig das Ende der Hamas. Sie fordern den Beginn echten Friedens, für beide Seiten.


Anmerkung: Der Bürgermeister von Sderot, Davidi, sagte dann zu den ca. 15.000 Demonstranten auf dem Rabinplatz in Tel Aviv: „Wir werden die fortgesetzten Mordversuche von Gaza nicht dulden... Dies ist nicht Politik; es gibt hier nicht Rechte oder Linke. Es ist klar, selbstverständlich und elementar. Wir wollen ein sicheres, ruhiges Leben, damit wir uns entwickeln und gedeihen können. Wir haben die Versprechungen und Erklärungen satt. Jeglicher Kompromiss, der gemacht wird, bedeutet einen Kompromiss über unsere Leben und unsere Zukunft. Unser Blut ist nicht billig!"
Mehrere seiner sieben Kinder „wurden in diese widerwärtige Wirklichkeit hineingeboren.... Es muss ein für alle Mal zu einem Ende kommen. Wir wollen, dass unsere Kinder Rot mit den Anemonen assoziieren, die in unserer Gegend wachsen.“