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Montag, 22. September 2014

Feiertage

...die lange Protesttage sein müßten.
Protesttage der Nichtjuden, um Juden in unserer Mitte zu schützen.
Damit diese feiern können.
Feiern, ohne um ihr Leben, ihr Dasein, ihr freies Auftreten fürchten zu müssen.

Gesehen wird die Lage richtig. Von einigen. Wenigen.
Was aber tun?

Ratlosigkeit allenthalben.

Es müssen wohl die Juden wieder sich selber schützen.
Uns Deutschen fällt nichts dazu ein.
Auch nicht zu den Feiertagen.

Vielleicht müssen wir zu den Feiertagen schauen -
damit wir etwas sehen.

Donnerstag, 11. September 2014

Die Antwort des Senators


Der republikanische Senator Ted Cruz wurde gestern Abend bei einem Essen zur "Verteidigung des Christentums" für seine israelfreundlichen Worte von arabischstämmigen Teilnehmern kritisiert und verbal angegriffen. Er antwortete, "daß jene, die Israel hassen, auch die USA hassen und jene, die die jüdischen Menschen hassen, auch Christen hassen." Er sagte:  Die, die Israel und Juden hassen, widersprechen der Lehre Christi.  Alles andere - dies zu leugnen - ist Bigotterie und Hetze. Die Christen haben keinen besseren Freund im Nahen Osten - als Israel!
Nach ein paar Minuten, in denen das Niederschreien gegen ihn weiterging, hatte Cruz keine Wahl: "Ich sagte ihnen: Wenn ihr nicht bei Israel seid, wenn ihr nicht bei den Juden sein wollt, dann will ich nicht bei euch sein." - Stand auf und ging.

Genau das muß Sonntag durch Berlin und von da aus ins Land schallen. Bis hinein in die Kirchen.

Für die, die nicht hassen

Für wen soll demonstriert werden?

Für die, die nicht hassen! Am Sonntag, dem 14., um 15.00, Brandenburger Tor.




Für die, die nicht hassen, obwohl man ihre Kinder (an der Grenze) gerade erst beschossen und getötet hat.


Für die, die nicht hassen, obwohl man ihre Kinder soeben entführt und ermordet hat.



Für die, die nicht hassen, obwohl man ihre Familie, ihre Freunde zu Dutzenden, Hunderten gemordet hat. Ihre Volk zu Millionen - gemordet.





Für die, die nicht hassen, sondern ihre Minderheiten schützen.











Für die, die die Kinder ihrer Feinde retten.




 Für die, die trotz ihrer Wunden nicht hassen.






Für die, die trauernd Kunst schaffen, nicht hassen.



Für die, die auch unter Beschuß, an der Grenze - Frieden wollen. Nicht hassen.


Für die, die mit ihren Qualen ehrlich umgehen, doch andere nicht dafür umbringen.




Für die, die ihre Kinder schützen und die Kinder ihrer Feinde nicht hassen.


Für die, die Frieden feiern, jeden Shabbat.


Für die, die ihren Kindern helfen, ohne Haß aufzuwachsen.


Für die, die Leben und Religion nicht für Haß mißbrauchen.


Für die, die das eigene Leben, das ihrer Familie und ihrer Landsleute mit aller Kraft schützen.


Für die, die das Leben ihrer Feinde schonen, schützen und retten.













Für diese! Für die, die das Leben lieben, soll demonstriert werden.



Ja, für diese! Die das Leben lieben!  Für die soll demonstriert werden.

Samstag, 6. September 2014

Abschied und Auftrag

Steven hatte eine ebenso inniges Verhältnis zu seiner Familie wie James.

Stevens Mutter Shirley Sotloff auf der Trauerfeier in der Synagoge Beth An, Miami: "Ich bin so stolz auf ihn, darauf, daß er gelebt hat, was er wirklich wollte."
Steven wollte bei den Menschen sein, bei denen, die leiden - und von ihnen berichten.
Viele Menschen würden lange leben und doch nie Erfüllung finden, sagt seine Mutter. Steven aber war von Kindheit an neugierig und nah bei anderen. "Ich habe meinen Sohn verloren und meinen besten Freund, aber ich weiß, sein Tod wird die Welt verändern."

Steven hatte offenbar einen Weg, seiner Familie einen Abschiedsbrief zu schreiben: "Bleibt glücklich und positiv gesinnt - und wenn wir uns hier nicht mehr treffen, dann werden wir uns hoffentlich im Himmel wiedersehen."

Und in den letzten Momenten seines Lebens - so wurde im Trauergottesdienst gesagt - zeigte uns Steven drastisch eines: Was wir zu tun haben...


-> Hinweis: Siehe auch diesen Bericht.

Samstag, 23. August 2014

Vorgänger und Vorbilder

Von ihnen wissen manche, daß es einen lebensbejahenden Gott gibt. Juden gaben dieses Wissen! Juden lebten es vor.
Einer von ihnen lehrte die anderen sehen, 2000 Jahre ist das her. Und es war in Jerusalem.


Ganz egal, wie sehr Juden auch von Christen verfolgt wurden - dieses Band zerriß nie. Juden und Christen teilen denselben Glauben. Und nur sie.

Ehe Christen um ihre Existenz kämpfen mußten, wußten sie, wie Juden um ihre Existenz kämpfen.
Von Juden zu lernen, heißt, wachen Auges mit moralischen, politischen Dilemmata leben zu lernen. Und sie zu meistern. Immer auf der Seite des Lebens.
Nur Juden kämpfen heute so um ihr Leben, weichen dem Gewissenskonflikt nicht aus. Sie hassen nicht, sie denken für den dort auf der anderen Seite noch mit. Sie retten Leben, ihres, das andere, sind auch bewaffnet menschlicher Barmherzigkeit hingegeben. Wäre es nicht gut, von den Juden heute zu lernen? Auch - kämpfen zu lernen?



-> Spätnachmittag: Den ganzen Shabbat über Alarm in den landwirtschaftlichen Gebieten entlang der Gaza-Grenze: Region Eshkol, Sha'ar Hanegev und Sdot Hanegev, dazu in den Städten Ashdod und Ashkalon. So hatte die von uns besuchte Iron Dome-Stellung gut zu tun.
Heute wurde der Speisesaal des Kibbutzes, in dem Daniel Tregerman gestern starb, getroffen. - Daniel wird morgen, Sonntag,  9.00 Uhr in der Früh beerdigt.

Donnerstag, 21. August 2014

Mitten ins Herz

....die bisher hier zu lesende Rede von Lapid in Berlin ist wegen Überlänge und Wichtigkeit in die nebenstehende Kategorie Was noch zu sagen wäre gewandert...